Haus Luzern
Weiterbauen im Bestand
Innenarchitektur
2025
Das in den späten 1920er-Jahren errichtete Wohnhaus bestand ursprünglich aus drei kleinen Einzimmerwohnungen mit einem Atelier für Metallbauarbeiten im Erdgeschoss. Bei der späteren Zusammenlegung der Einzimmerwohnungen zu einem Einfamilienhaus, lange vor dem jetzigen Umbau, wurde die charakteristische räumliche Ordnung mit Schlaf-, Bad-, Küchen- und WC-Nischen weitgehend bewahrt.
Die Sanierung des Ober- und Dachgeschosses im Jahr 2025 knüpft an diese Geschichte an. Bestehende Strukturen wurden nicht ersetzt, sondern behutsam weiterentwickelt und an die heutigen Bedürfnisse angepasst. Ehemalige Schlafnischen wurden zu Schrankbereichen, die Küchennische im Obergeschoss wurde zum Büro.
Die grosszügigen zweiflügeligen Türen sind ein prägendes Element des Innenraums und lassen sich vollständig öffnen, wodurch die eher kleinen Nischen räumlich erweitert werden. Im Zuge der Sanierung wurden sie im gleichen Stil erneuert und tragen so zur Bewahrung des ursprünglichen Charakters bei.
Im Dachgeschoss wurde die Raumorganisation zugunsten einer besseren Nutzung des knappen Raumes leicht angepasst. Die Nasszelle wurde aus diesem Grunde aus dem Schlafbereich in den Vorraum verlegt.
Das Projekt versteht sich als Weiterbauen im Bestand. Mit möglichst wenigen Eingriffen, grossem Respekt vor der vorhandenen Architektur und einem sorgfältigen Umgang mit ihren charakteristischen räumlichen Qualitäten wurde die Teilsanierung an die heutigen Ansprüche der Bauherrschaft angepasst.
Die weiteren Sanierungsarbeiten und die Gestaltung der Umgebung erfolgen in einer späteren Etappe.